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Solidarität mit ArbeiterInnen in Griechenland
Friday, 22. July 2016

StreikaktivistInnen bei den Reinigungskräften der Athener Busgesellschaft von Arbeitsplatzverlust bedroht

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

wir haben soeben erfahren, dass die Reinigungskräfte der öffentlichen Athener Busgesellschaft, die in diesem Jahr mehrmals in den Streik getreten waren, Gefahr laufen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Nach unserem Informationsstand plant die Busgesellschaft OSY den Vertrag mit der Reinigungsgesellschaft „Link Up“ zu kündigen, ohne den Reinigungskräften eine Arbeitsplatzgarantie zu geben. Das Reinigungsunternehmen, das sehr wahrscheinlich den Auftrag erhalten wird, bietet schon jetzt unter den Reinigungskräften nur denjenigen eine Stelle an, die den Streik nicht aktiv geführt haben. Es ist absehbar, dass als Ergebnis dieses Vorgehens, die KollegInnen, die den Streik begonnen und aktiv geführt haben, arbeitslos werden.

Sie fordern, dass die Reinigungskräfte alle direkt von der Busgesellschaft OSY angestellt werden.

Als Hintergrundinformation hier ein kurzer Artikel der in der ersten Ausgabe der Zeitschrift „Faktencheck: Europa“ erschienen war:

„Nach einem fünfmonatigen Arbeitskampf haben die Reinigungskräfte der Athener Busgesellschaft OSY in Griechenland einen Sieg davon getragen. Wie so viele Beschäftigte, die in Subunternehmen arbeiten müssen, hatten sie nicht nur monatelang gar keinen Lohn erhalten, sondern über Jahre statt der vereinbarten 680 Euro nur 450 Euro monatlich ausgezahlt bekommen. Nach zwei Streiks von acht und fünfzehn Tagen und einer breiten Unterstützung durch linke und gewerkschaftliche Aktive müssen nun alle ausstehenden Löhne gezahlt werden. Betroffen waren vor allem migrantische und weibliche Beschäftigte. Apostolis Kassimeris, Vorstandsmitglied der Busfahrergewerkschaft von Athen, sagte dazu: „Die besondere Bedeutung dieses Streiks besteht darin, dass viele der Reinigungskräfte dreifach unterdrückt sind – als Migrantinnen, Frauen und Niedriglöhnerinnen. Der Kampf ist ein Beispiel für andere Arbeiterinnen und Arbeiter, denn es kommt inzwischen oft vor, dass Löhne nicht ausgezahlt werden.“ Er berichtet auch, wie die Reinigungskräfte sich zu Beginn der Auseinandersetzung kaum trauten, mit Gewerkschaftsvertretern überhaupt zu reden. Es waren dann fünfzehn Beschäftigte in einem Depot, die den Damm brachen: sie rebellierten und legten die Arbeit nieder. Letztlich beteiligten sich Kolleginnen und Kollegen in allen sieben Depots am Streik. Der Arbeitskampf wirft auch ein Licht auf die Politik der Syriza-Regierung. Diese ist direkt für das Management des öffentlichen Busunternehmens zuständig und hätte frühzeitig darauf hinwirken können, dass der Vertrag mit dem Subunternehmen „Link Up“ gekündigt und die Reinigungskräfte direkt beschäftigt werden. Dies geschah nicht. Erst nach einem Protest der Reinigungskräfte vor der Syriza-Zentrale wurde mit diesen gesprochen und ihnen Unterstützung zugesagt.“

Mehr lesen (www.sozialismus.info)
 
Equal Pay für LeiharbeiterInnen
Monday, 11. July 2016

Offener Brief: Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!

Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!

Wir unterstützen den Offener Brief an die DGB Tarifgemeinschaft Zeitarbeit und die beteiligten Gewerkschaften und einer online-Unterschriftfunktion sowie Unterschriftenliste zum Sammeln im Betrieb etc – bitte unterschreiben und verbreiten!

Siehe zudem zum Hintergrund und Argumentationshilfen die Kampagne: Missbrauch regulieren? Per Tarifvertrag zum equal pay? Oder Leiharbeits-Tarifverträge ersatzlos kündigen? (samt einer zusätzlichen Postkartenaktion), deren Ergebnis der Offene Brief ist, und die (hoffentlich zu verhindernde) Tarifrunde Leiharbeit 2016/17 selbst…

2013 hatte die DGB-Tarifgemeinschaft die auslaufenden Tarifverträge mit BAP und iGZ nach längeren Diskussionen verlängert.
Unseres Erachtens gibt es für die DGB-Gewerkschaften eine noch größere Dringlichkeit, die Tarifverträge ersatzlos zu kündigen, denn noch schlechtere Tarifverträge durch gelbe Konkurrenz sind vom Tisch. Die Bilanz der Branchenzuschläge und Betriebsvereinbarungen selbst bei Entleihern mit starken Betriebsräten und gewerkschaftlichen Vertrauensleuten (v.a. Automobilindustrie) ist weit vom Equal Pay und Equal Treatment entfernt.

Mehr lesen (www.leiharbeit-abschaffen.de)