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Arbeitskampf im CATI-Labor der Universität Jena
Monday, 27. June 2016

Beschäftigte des universitären CATI-Labors sind an die Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU) Erfurt/Jena herangetreten um gegen ihre Arbeitsbedingungen zu protestieren. Im CATI (Computer-assisted telephone interviewing)-Labor werden telefonische Umfragen und Interviews für universitätsinterne, wirtschaftliche und politische Auftraggeber durchgeführt. Betrieben wird das CATI-Labor vom Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Werkverträge zwingen die Beschäftigten in die Scheinselbstständigkeit und unterwandern den Tarifvertrag der Länder (TV-L) sowie grundlegende arbeitsrechtliche Mindeststandards. Vertraglich soll das Werk, geführte Interviews, bezahlt werden, während faktisch die Arbeitszeit nach Mindestlohn bezahlt wird.

Mehr lesen (www.fau.org)
 
Dresdner FAU zeigt sich solidarisch
Friday, 17. June 2016

Dresdner FAU zeigt sich solidarisch mit den Protesten in Frankreich

Zeitgleich mit den Protesten in Paris folgten am Dienstag etwa 30 Menschen einem Aufruf der Basisgewerkschaft FAU, um sich in Dresden mit den seit Wochen anhaltenden Protesten gegen die geplanten Arbeitsmarktreformen in Frankreich solidarisch zu zeigen. Auf ihrem Weg durch Löbtau riefen sie in Redebeiträgen und auf Flugblättern die Bevölkerung nicht nur zu ähnlichen Aktionen auch in Deutschland auf, sondern thematisierten zugleich die gestiegene Zahl rechter Übergriffe aus der jüngeren Vergangenheit. Während ein Teil der Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels aus ihren Häusern heraus der Demonstration applaudierte, kam es auf der Gröbelstraße zu einem Zwischenfall, als Unbekannte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Eiern und einem Böller bewarfen.

Angesichts immer neuer Gesetzesverschärfungen und einer stetig wachsenden Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse und Leiharbeit, sei es an der Zeit, sich auch in Deutschland stärker zu organisieren: „Wir stellen fest, dass wirkliche Verbesserungen nur durch von Staat und Wirtschaft unabhängige Basisbewegungen erkämpft werden. Die Logik des Marktes richtet sich letztlich immer gegen uns als Lohnabhängige.“ Zugleich erinnerten sie an die Versuche von Nazis, „solidarische Selbstorganisation und ihre Akteure anzugreifen, einzuschüchtern und Mundtot zu machen“ und verwiesen dazu auf die Versuche rechter Bewegungen und Parteien, Erwerbstätige und Erwerbslose immer weiter zu entrechten. In den zurückliegenden Monaten seien auch in Dresden immer wieder Hausprojekte, Nachbarschaftszentren, Gewerkschaftsmitglieder und geflüchtete Menschen Ziel von Anfeindungen und rechter Gewalt geworden.

Mehr lesen (www.addn.me)