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Mexiko
Monday, 22. August 2016

Regierung in Mexiko droht Lehrerproteste gewaltsam zu beenden

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs in Mexiko haben sich Mitglieder der unabhängigen Lehrgewerkschaft (CNTE) und Regierungsvertreter im Innenministerium in Mexiko-Stadt getroffen, um erneut über die umstrittene Bildungsreform zu diskutieren. Unter den Vertretern der CNTE war auch der kürzlich aus dem Gefängnis entlassene Gewerkschaftsführer Rubén Nuñez. Dieser war zusammen mit anderen Lehrern im Rahmen der Lehrerproteste festgenommen worden.

Bei dem Treffen am Dienstag legten die Lehrkräfte abermals ihre Forderungen vor: Die sofortige Abschaffung der von der Regierung initiierten Bildungsreform, eine neue Ausarbeitung der Reform, bei der sie mitentscheiden können sowie eine landesweite Debatte, in die Eltern, Pädagogen, Intellektuelle und die Zivilgesellschaft einbezogen werden. Die Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto hält dennoch weiterhin an der Reform fest und verlangte indes, dass die Lehrer den seit drei Monaten andauernden Streik beenden und das neue Schuljahr am 22. August planmäßig beginnen.

Nach zwei Stunden Diskussion verließen beide Parteien das Innenministerium ergebnislos, einigten sich aber, den Dialog fortzusetzen.

Das Treffen stellte den Höhepunkt der Großdemonstration in der Hauptstadt dar, bei der nicht nur die CNTE-Mitglieder, sondern auch die Eltern der seit September 2014 verschwundenen 43 Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa sowie die Zivilgesellschaft beteiligt waren.

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Der BAYER/MONSANTO-Deal
Monday, 15. August 2016

Der BAYER-Konzern hat Gespräche mit MONSANTO über eine mögliche Fusion bestätigt. Bei einem Abschluss der Transaktion würde der mit Abstand größte Agro-Multi der Welt entstehen mit schlimmen Folgen für die LandwirtInnen, die Natur, die VerbraucherInnen und die Beschäftigten.

Axel Köhler-Schnura vom Vorstand der CBG: „Wir schlagen Alarm: ‚Wer das Saatgut kontrolliert, beherrscht die Welt’, hat Henry Kissinger einmal gesagt. Durch die Übernahme droht ein weltweites Lebensmittel-Monopol. Die Welternährung gerät in ernste Gefahr.“

Schon jetzt befindet sich der globale Agrar-Markt in den Händen einiger weniger Unternehmen. Hatten 1985 die zehn größten Anbieter von Saatgut zusammen noch einen Marktanteil von ca. 12,5 Prozent, so kamen BAYER, BASF, DUPONT, MONSANTO, SYNGENTA & Co. 2011 schon auf 75,3 Prozent. Und in den letzten beiden Jahren hat sich die Situation noch einmal zugespitzt. DUPONT hat DOW aufgekauft und CHEM-CHINA erwarb SYNGENTA. Vor allem vom Finanzmarkt geht dabei der Druck aus. Den großen Akteuren wie BLACKROCK reicht das interne Wachstum der Agro-Riesen nicht mehr, deshalb treiben sie die Gesellschaften zu Fusionen.

Die oligopol-artigen Strukturen bringen einen riesigen Innovationsstau mit sich. Weitverbreitete gesundheitsschädliche Pestizide wie BAYERs Glufosinat oder MONSANTOs Glyphosat stammen bereits aus den 1970er Jahren. Neue Herbizide haben die Konzerne wegen der übersichtlichen Markt-Verhältnisse seit Urzeiten nicht mehr entwickelt, wie der Leverkusener Multi selbst einräumt. „Seit über 25 Jahren hat die weltweite Pflanzenschutz-Industrie kein wirtschaftlich bedeutendes Herbizid mit neuem Wirkmechanismus mehr für Flächenkulturen entwickelt und auf den Markt gebracht – unter anderem eine Folge der Konsolidierung der Industrie, die mit einer deutlichen Reduktion der Forschungsaufwendungen für neue Herbizide einherging“, so der BAYER-Forscher Dr. Hermann Stübler. Als Folge davon stellen sich immer mehr Wildpflanzen auf die Mittel ein, und die LandwirtInnen müssen immer mehr Agro-Chemikalien ausbringen, was verheerende Auswirkungen auf die Artenvielfalt hat.

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